FASZINATION GEHIRN

Hat unser Geist eine transformierende Wirkung auf unseren Körper?
Einige der folgenden Erkenntnisse lassen erahnen wie groß die Macht unserer Gedanken ist

 

METAKOGNITION

 

Wir verfügen über die großartige Fähigkeit, uns über unsere eigenen Denkprozesse Gedanken zu machen. Wissenschaftler nennen diesen Trick: Metakognition. Hierüber planen, steuern und kontrollieren wir unser Denken. Ziel dabei ist, die Denkabläufe zu optimieren und Fehlverknüpfungen zu reduzieren. Wie das funktioniert und wie wir diese Fähigkeit aktiv nutzen können, um unsere Ziele zu erreichen, finden wir gemeinsam raus.

PLACEBOEFFEKT

 

Wenn sich Gesundheitszustände von Patienten allein aufgrund ihrer Erwartung ein wirksames Medikament einzunehmen, verbessert - welche Kraft muss der Placeboeffekt dann auf andere Bereiche unseres Lebens haben? Ich nehme Sie mit auf die Entdeckungsreise der aktuellen Forschungserkenntnisse und zeige Ihnen Wege, diese positiv auf Lebensbereiche wie z. B. Ernährung, Fitness oder das älter werden zu übertragen.

LOCUS OF CONTROL


Menschen, die davon überzeugt sind, selbst Einfluss auf das Erreichen ihrer Ziele nehmen zu können, sind deutlich erfolgreicher und glücklicher, als Menschen, die ihr Weiterkommen von externen Faktoren abhängig sehen. In der Psychologie wurde der Begriff der "Kontrollüberzeugung" durch J. B. Rotter geprägt. Dabei nimmt das Individuum bei der internalen Kontrollüberzeugung ein eingetretenes Ereignis als Konsequenz seines Verhaltens wahr. Von einer externalen spricht man, wenn dieses Ereignis als vom eigenen Verhalten als unabhängig interpretiert wird. Das heißt, wenn wir glauben, Kontrolle über unser Leben zu haben, sind wir bereit die erforderlichen Schritte zu gehen, um unsere Ziele zu erreichen. Je mehr wir diese Regel der „internal locus of control“ befolgen, desto größer wird das Selbstvertrauen in unser eigenes Wirken (Selbstwirksamkeit).

AUTOPILOT

 

Studien aus Harvard zeigen, dass wir die Hälfte des Tages im Modus des Autopiloten (wandering mind) verbringen. In diesem Modus handeln wir nach erlernten Verhaltensmustern. In Gefahrensituation (z.B.Unfall) ist dies äußerst sinnvoll: ohne darüber nachzudenken machen wir eine Vollbremsung. Doch wenn wir unsere Ziele erreichen möchten, kann uns dieser Modus blockieren. Unser Gehirn möchte uns vor Ungewissem beschützen, deshalb nutzt es lieber alte Pfade (neuronale Vernetzungen). Es fühlt sich dann an, als träten wir auf der Stelle- ohne Fortschritt. In der Neurowissenschaft würde man sagen, die Verbindung zu unserem Piloten, dem Präfrontalen Cortex ist unterbrochen. Dieser Bereich im Gehirn ist u. A. für wichtige kognitive Aktivitäten wie Planen, Entscheidungen treffen und aktiv werden zuständig. Befinden wir uns im Pilot- Modus, können wir unsere Handlungen bewusst steuern und greifen eher zu einem Apfel anstatt zur Schokolade.

UNTERBEWUSSTSEIN

 

Lange Zeit galt das Unterbewusstsein als unerreichbar. Heute haben Forscher die mystische Welt voller Potenziale mittels aufwendiger Hirnscans betreten. Unsere Intuition oder das "Bauchgefühl" wirken bei vielzähligen Entscheidungen essentiell mit: z. B. bei der Wahl des Shampoos, der Kaffeesorte oder eines Partners. Die Intelligenz des Unterbewusstseins liegt in der enormen Speicherkapazität, die ihm zur Verfügung steht. Ständig saugt es Informationen wie ein Schwamm auf, um uns in kurzer Zeit <unbewusst> bei Entscheidungen zu unterstützen. Sie sehen, wie wichtig es ist, den Arbeitsspeicher des Unterbewusstseins mit möglichst vielen positiven Erinnerungen & Informationen zu füllen. Gemeinsam finden wir heraus, wie das funktioniert.

... UND VIELES MEHR

 

Bei all diesen neurowissenschaftlichen Themen habe ich Schmetterlinge im Bauch. Die bisher bekannten Wirkmechanismen unseres Gehirns faszinieren mich mit jeder Erkenntnis mehr.

 

Sie können sich darauf verlassen, dass ich mich kontinuierlich fortbilde und mit den neusten Forschungsreihen auseinander setze, um Ihnen die mentalen Tricks für Ihren Alltag auf wertschätzende und pragmatische Weise weiterzugeben.

 

Verwendete Quellen:
John H. Flavell, Stanford University
Henry M. Wellman, University of Michigan
Alia Crum, Stanford University
Richard B. Joelson, New York
Dr Matthew Killingsworth, Harvard University
Gerd Gigerenzer, Max-Planck-Institut